400 Wohnungen, Wege, Tiefgaragen: Großprojekt auf dem Linzer Froschberg

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EBS und WAG sanieren alte Eisenbahnersiedlung, langfristig geht es um 900 Wohnungen.

Der Linzer Froschberg wird in den n√§chsten Jahren ein neues Antlitz bekommen. Die aus den 1930er-Jahren stammenden Eisenbahner-Wohnungen s√ľdlich des Fu√üballstadions sollen erneuert werden ‚Äď vorerst rund 400 Einheiten. Das geht aus einem Brief hervor, den die Wohnungsgesellschaft EBS in diesen Tagen an die Mieter ausgeschickt hat und der den O√ĖNachrichten zugespielt wurde. Die EBS und ihr Partnerunternehmen WAG, mit der sie das Gro√üprojekt in enger Abstimmung umsetzen will, best√§tigen auf Anfrage das Vorhaben. Details werden noch nicht bekannt gegeben. Man stehe am Anfang.

Dem Vernehmen nach soll der erste Projektteil Ende April in den Gestaltungsbeirat kommen und mit der Stadtplanung diskutiert werden. Es geht um 17 Gebäude mit 70 Hausnummern und 400 Wohnungen im Bereich Ziegeleistraße/Brahmsstraße/Händelstraße. Auf diesem Areal soll mit einem "Prototyp" im Ausmaß von 70 Wohnungen begonnen werden.

Insgesamt umfasst die EBS-Siedlung auf dem Froschberg rund 900 Wohnungen. Bei den weiteren 500 ist der Zeithorizont noch sehr langfristig anzusetzen.

Was ist alles geplant? Wohngeb√§ude sollen umfangreich saniert und modernisiert sowie um Balkone erg√§nzt werden. Au√üenliegende Lifte k√∂nnten in Verbindung mit Laubeng√§ngen einen barrierefreien Zugang zu vielen Wohnungen bringen. Zus√§tzliche Wohnungen sollen in Form von Dachausbauten und Neubauten auf bereits versiegelten Fl√§chen entstehen. Alte H√§user abzurei√üen, ist nicht geplant. Auch die Errichtung von Tiefgaragen ist angedacht. Neue Geh- und Radwege zwischen den Geb√§udezeilen sollen Verbindungen schaffen und H√∂henunterschiede einfacher √ľberwindbar machen. Gr√ľnfl√§chen sollen besser nutzbar werden, B√§ume eine wichtige Rolle spielen. W√ľnsche der Bewohner aus einer Befragung sind in die Pl√§ne eingeflossen.

Wann die Bauarbeiten genau stattfinden und wie viel sie kosten, ist noch unklar, ebenso die Frage, ob Mieter inzwischen woanders hinziehen m√ľssen. Das k√∂nnte teilweise der Fall sein. Diese Fragen werden beantwortet, wenn das Projekt nach dem Diskussionsprozess im Gestaltungsbeirat konkret ausgestaltet ist. Auch die Verfahren f√ľr Bebauungsplan und Baugenehmigung sind abzuwarten. In den vergangenen Jahrzehnten wurden in der Siedlung nur regul√§re Instandhaltungsarbeiten durchgef√ľhrt. Die Grundst√ľcke geh√∂ren den √ĖBB, die EBS hat das Baurecht. Die Mieter sind bunt gemischt ‚Äď junge genauso wie Haushalte, die seit 40 Jahren einen Mietvertrag haben. Die Wohnkosten sind unterdurchschnittlich.

Kreislaufwirtschaft als Ziel

Die WAG hat eine Abteilung gegr√ľndet, die sich mit der Entwicklung gro√üer Projekte aus gesamtheitlicher Sicht besch√§ftigt. Hier geht es um Fragen wie Mikroklima, Kreislaufwirtschaft, Mobilit√§t, Infrastruktur, gesellschaftliche Entwicklungen. Zudem gibt es eine eigene Stabsstelle f√ľr Nachhaltigkeit und Energie. Die EBS hat insgesamt 6400 Wohnungen, 25 Mitarbeiter und setzte zuletzt 25 Millionen Euro um (WAG: 23.000 Wohnungen, 240 Mitarbeiter, 150 Millionen Euro). Die beiden Firmen haben sehr √§hnliche Gesellschafterstrukturen. Die gro√üen Eigent√ľmer sind Raiffeisenlandesbank Ober√∂sterreich, Hypo Ober√∂sterreich und Wiener St√§dtische. Auch die O√Ė. Versicherung h√§lt Anteile.

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